HiperLAN Typ 2

HIPERLAN/2 wurde als Nachfolger von HIPERLAN/1 im Jahr 2000 beschlossen. Die Verbesserungen dienten vor allem dazu, HIPERLAN zu einem drahtlosen Zugangsnetz für Weitverkehrsnetze einsetzbar zu machen. HIPERLAN/2 kann daher an UMTS und Wireless ATM (Wireless Asynchronous Transfer Mode) gekoppelt werden.

Die Erweiterung nutzt die gleichen Frequenzen wie ihr Vorgänger und zusätzlich den Bereich von 5470 bis 5725 MHz. Die Reichweite liegt wie beim IEEE 802.11a bei 30 Metern innerhalb von Gebäuden und geht bis 150 Metern außerhalb. Die Datenrate geht bis 54 MBit/s. Für HIPERLAN/2 wurden ein Centralized Mode, der seine Entsprechung im Infrastrukturmodus des 802.11-Standards hat und ein Direct-Mode, der dem Ad-hoc-Modus nachempfunden ist, zusätzlich definiert.

Das Schichtenmodell unterscheidet sich vom Vorgänger HIPERLAN/1: der Data Link Layer wird in eine MAC-Schicht und parallel darüberliegende Radio Link Control-Schicht (RLC) sowie eine Error-Control-Schicht (EC) geteilt. Darüber wird ein Convergence Layer definiert, der Physical-Layer bleibt gleich. Die RLC-Schicht dient u.A. zum Weiterreichen von einer Basis-Station zur nächsten, zum Öffnen und Schließen von Verbindungen und zum Versand von Broadcast- und Multicast-Nachrichten.
Die EC-Schicht nutzt das ARQ-Verfahren (Automatic Repeat Request) um eine fehlerlose Datenübertragung zu gewährleisten.
Der Convergence Layer ist für die Zerteilung großer Datenpakete zuständig und stellt das zellbasierte und das paketbasierte Übertragungsverfahren dar. Bei der zellbasierten Übertragung werden Pakete fester Länge, bei der Paketbasierten Pakete verschiedener Größe übertragen. Letzteres Verfahren ist daher kompatibel zu Ethernet.

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